Motive, Werte und Ziele
Was treibt einen Menschen an, der sich sein Leben lang mit Bildung, Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung auseinandersetzt?
Für Gottfried war es nie der einfache Wunsch nach persönlichem Glück. Ihn beschäftigte vielmehr eine grundlegende Frage:„Wie kommt es, dass in unserem hedonistischen Zeitalter, in dem Glück als oberstes Lebensziel gilt, Ängste und Depressionen dennoch überhandnehmen?“
Diese Frage verweist auf ein zentrales Motiv seines Denkens: Sinn vor bloßer Bedürfnisbefriedigung. Glück verstand er nicht als Dauerzustand, sondern als Nebenprodukt von Sinn, Verantwortung und Beziehung.
Kritisches Denken als Grundhaltung
Gottfried betrachtete gesellschaftliche Entwicklungen stets mit wachem, kritischem Blick. Besonders beschäftigte ihn die Spannung zwischen Freiheit und Anpassung:
„Wir sind manipulierte Individuen, die Regulierungen akzeptieren, dabei aber glauben, unsere Freiheit zu bewahren.“
(2018)Für ihn war Aufklärung keine abgeschlossene historische Epoche, sondern eine fortwährende Aufgabe. Menschen sollten lernen, Strukturen zu erkennen, Interessen zu hinterfragen und eigene Positionen zu entwickeln – nicht aus Opposition, sondern aus Verantwortung.
Werte jenseits des Wachstumsdogmas
Seine Kritik am Kapitalismus war keine ideologische Ablehnung, sondern eine sachliche Analyse:
„Der Kapitalismus wird manchmal mit einem Fahrrad verglichen: Bleibt es stehen, fällt es um. Genau darin liegt seine Schwäche – er kann kein nachhaltiges System sein.“
Daraus leitete sich ein zentrales Ziel ab: Systeme zu entwickeln, die Stabilität ohne permanenten Wachstumszwang ermöglichen – ökologisch, sozial und kulturell.
Eng damit verbunden war seine Forderung nach einem neuen Generationenvertrag:
„Wir brauchen einen neuen Generationenvertrag. Derzeit herrscht das unausgesprochene Motto: Ihr Kinder werdet es schlechter haben.“
Verantwortung gegenüber kommenden Generationen war für ihn kein moralischer Appell, sondern ein politischer und gesellschaftlicher Auftrag.
Bildung als Schlüssel zur Zukunft
Ein besonders kritischer Blick galt dem Bildungssystem. Schule verstand er als Hebel für gesellschaftliche Entwicklung – und zugleich als Ort verpasster Chancen:
„Die Schule arbeitet noch immer nach dem Fließbandmodell der Industriegesellschaft.“
Wissen sei in starren Lehrplänen fixiert, Methoden hätten sich kaum verändert, Lehrpersonen würden für eine Welt ausgebildet, die es so nicht mehr gebe. Seine zentrale Frage lautete:
Wer bereitet junge Menschen auf das Unbekannte vor? Auf Berufe, die es noch nicht gibt? Auf neue Technologien, auf Lösungskompetenzen, auf ethische Entscheidungen in komplexen Systemen?
Und weiter: Welches Menschenbild liegt unserem Unterricht überhaupt zugrunde?Projekte statt Rezepte
Gottfried glaubte nicht an einfache Antworten. Er glaubte an Projekte – als Lernräume, Experimentierräume und Möglichkeitsräume. Projekte, in denen junge Menschen Verantwortung übernehmen, scheitern dürfen, neu denken lernen und Wirksamkeit erfahren.
Damit schließt sich der Kreis zu den Ausgangsfragen:
Wofür steht er?
Was sind seine Motive, Werte und Ziele?Vielleicht liegt die Antwort nicht im Text selbst, sondern in dem, was er auslöst. In den Fragen, die er offenlässt. In der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und Dinge zu bewegen.
„Man muss etwas bewegen – sonst bewegt sich nichts.“
Jänner 2026
PROJEKT REGIONAL.TIROL – Nähe, Wertschöpfung, Biodiversität, hohe Lebensmittelqualität als Stichworte
Ein Tirolweites Projekt
Die kostenlos angebotene App ,regional.tirol’ kann man sich als digitalen Bauernmarkt vorstellen bei dem jeder Vermarkter seinen Marktstand hat, den er selbst verwaltet und sich selbstbestimmt präsentieren kann. „Es ist eine Kommunikationsplattform, aber gleichzeitig kann man die Dinge auch bestellen. Quasi: In den Hof reinschauen und dann im Hofladen einkaufen.“ (Beginn 2016 bis Mai 2018: über 900 Stunden an Zeitaufwand als Projektleiter).
Ab 2020 erfolgte dann die 2.Phase des Projektes: Vernetzungen, Professionalisierungen (App, Homepage) Klimaschutz, Alltag der Landwirte und Kooperationen Gastronomie und Landwirte standen im Mittelpunkt der Arbeiten.
Pressebericht Landwirtschaftliche Blätter (2018): Bachmann_Direktvermarktung2.0
Kochwettbewerb (2018): KW16_Kochwettbewerb 2
Pressebericht Sonderbeilage REGIONALITÄT (Seite 1): Sonderbeilage[1]
Pressebericht Tirolweiter Kochwettbewerb: OR Kochwettbewerb
PROJEKT MINI-STADT-IMST – Die Idee und auch das Gesamtdesign dafür entwickelt und mehrfach umgesetzt
PROJEKTE 2021: TEXTILE KUNST BEWEGT – 2500 Schritte mit textilem Kunstgenuss in der Imster Innenstadt
PROJEKT: DER NACHHALTIGKEITS-LEHRPFAD ( der 1. in Tirol, 8 Stationen in Imst, Stöffl-Wald)
Ein Kooperationsprojekt: „träumen erwünscht“-Imst in 125 Jahren : VS Unterstadt, 2 soziale Einrichtungen und Ökozentrum — 2022/2023
Pressemeldungen (Fallbeispiele):
Ferienbörse und Gurgltal mit Tamara
Etwas Besonderes waren die Projekte mit SchülerInnen am BRG Imst: über 35 regionale bis internationale Preise waren auch nicht so übel……..
Einige Projektbeispiele:
Kommunale Energiekonzepte, Zukunft der Familie, Drogen, Gesundheit und Schule, Nahversorgung, Planung einer Autobahnraststätte, Visionen 2030, Landwirtschaft und Essen, Gestaltung Sparkassenplatz Imst, …….
Einige Pressemeldungen (Schulprojekte): SchülerInnen waren großartig-haben über 35 regionale bis internationale Preise erhalten
- Alle Sinne ansprechen alle Sinne
- Auftrag OECD-Lehrer img113
- Lust am Leben img114
- Organisation der ersten Imster Umweltwoche img115
- Netzwerk junger Detektive img116
2022: Nachhaltigkeit und MAIR (ein Porträt in der Tiroler Tageszeitung)
Nachhaltigkeit und Mair, 2022 Nachhaltigkeit und Mair, 2022
Presseartikel zu Garten, Energie, Inteviews zur Person Gottfried: (Fallbeispiele):
Gartenwettbewerb 2007 Nachbericht OR Magazin
Energieschaustraße Tarrenz Oberländer Rundschau 31 Okt 2007
Pressebericht Station 1 Energieschaustrasse 11 Juli
Projekt Unterschutzstellung der Rosengartenschlucht und der Flyer dazu: Rosengartenschlucht

