Die Künstlerin

Viele kannten Monika zunächst durch ihre außergewöhnlichen Dekorationen: bei Festen, Familienfeiern, religiösen Anlässen oder großen Begegnungen im privaten und öffentlichen Rahmen. Ihre Gestaltung war immer mehr als Schmuck – sie erzählte Geschichten, schuf Atmosphäre und verband Menschen.

Auf Reisen gehörten Museums- und Galeriebesuche selbstverständlich dazu. In nahezu jeder Stadt waren Kunst und Kultur Fixpunkte. Mit dem Erwachsenwerden der Kinder, klareren Abnabelungen und neu gewonnenen zeitlichen wie gedanklichen Freiräumen folgte schließlich ein konsequenter nächster Schritt:

„Ich widme mich nun vermehrt der Kunst – und zwar der Keramik.“

Die Arbeit mit Ton wurde für Monika zu einem zentralen Ausdrucksmittel. Sie beschrieb ihren künstlerischen Weg selbst so:

„Mein keramischer Werdegang führte mich von Hochtemperaturbränden über Brände im Primitivofen zu Rakubränden. Das Arbeiten mit Ton wurde für mich ein wichtiges Ventil, um Gedanken, Gefühle und Ungesagtes darzustellen.“

Keramik war für sie nicht nur Material, sondern Sprache – eine Möglichkeit, Inneres sichtbar zu machen. Mit der Zeit öffnete sich ihr künstlerisches Arbeiten auch für andere Materialien. Diese Entwicklung ist typisch für ideenreiche Künstlerinnen: Das Material folgt dem Ausdruck, nicht umgekehrt.

Künstlerischer Werdegang – ausgewählte Stationen

  • 1985 Beginn der keramischen Ausbildung bei verschiedenen Künstler:innen, u. a. Hansjörg Kathrein, Sieglinde McGregor und Herta Pechtl
  • Seit 1994 eigene Werkstatt in Imst
  • Ab 1994 Fortbildungsseminare in St. Gerold und Dalaas
    Schwerpunkte: Rakubrände, Primitivbrände
  • Ab 1999 Mitarbeiterin der Turmgalerie Imst
  • Kursleiterin zahlreicher Töpferkurse (u. a. Volkshochschule, Pfarre)
  • 2001 Workshop „Keramische Wagnisse in den Bergen“
  • Regelmäßige Kulturreisen u. a. nach Florenz, Paris, Athen, New York, Berlin, Basel, Amsterdam, Hamburg
  • Langjähriges Mitglied des Kulturvereins Salvesen (Tarrenz)
  • 40 Ausstellungen auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene
  • 2024 Workshop Hollersbach mit anschließender Gemeinschaftsausstellung in Mieming (Messnerhaus)
  • 2024 Tag der offenen Ateliers (Landesweite Ausstellung)
  • 2025 Holzschnittkurs
  • 2026 Ausstellung „Holzschnittdruck“
  • 2026 Workshop (4 Tage) Hollersbach
  • 2026 Gemeinschaftsausstellung KIMMSCHT-POP ART Galerien

Ihre Kunst war geprägt von Neugier, Mut zum Experiment und großer Sensibilität. Sie entwickelte sich stetig weiter – ohne Bruch, sondern in natürlicher Konsequenz eines offenen, wachen Lebens.

 

LandArt

LandArt im Gurgltal

Der 1000.Stadl im Gurgltal-eine Aktion mit ihrem Sohn Oliver Mair

2023: Nicht „stehen bleiben“, neue Ideen sammeln und ausprobieren. Keramikausstellung in Imst, Themen wie Upcycling, LEBENSSINN waren in ihrem Fokus. ERGEBNIS: Zwei Ausstellungen in Imst und  Untermieming waren die logische Konsequenz.

Juni 2023: Ausstellung in Untermieming