Sein Leben

Das Leben des Verstorbenen Hubert Mair :

  Der Verstorbene Hubert Mair ist 1928 als Jüngster von 7 Kindern in St. Lorenzen bei Bruneck im Südtirol geboren. Seine Eltern waren Gottfried Mair (Bauer aus Gais Nr 31, Südtirol) und Anna Mair geb. Schöpf (aus Stilfs in Südtirol). Seine Kindheit dort war hart und geprägt von wenig Verständnis und schwerer Arbeit am Bauernhof.

1940, also mit 12 Jahren, übersiedelte seine Familie mit ihm nach St. Jakob ins Defreggental. Im Alter von 19 Jahren ist er allein nach Imst gezogen mit einem Rucksack, in dem sich sein ganzes Hab und Gut befand, um hier eine Weberausbildung an der Landwirtschaftlichen Lehranstalt zu absolvieren.

Als Webermeister beim Tiroler Heimatwerk heiratete er mit 24 Jahren Resi Fasching (aus Nikolsdorf in Osttirol), aus deren Ehe die beiden Söhne Herbert und Gottfried hervorgingen. Resi war Schülerin an der Haushaltungsschule in Imst.

Die Familie wohnte zunächst in der Imster Oberstadt und die Zeit des „Musizierens“ für Hubert begann. Er nahm Privatunterricht für sein Instrument , das er zeitlebens sehr in sein Herz schloss. Es war der „Bass“. 47 Jahre lang war er ein begeisterter Bassist bei der Stadtmusik Imst. Wer Hubert kannte empfand, dass er mit der Musik verheiratet war, er half mit Begeisterung bei vielen weiteren Musikkapellen aus. So errang er den Beinamen“ Der Bezirksbassist“. Da er hauptberuflich bei der Post im Telegraphenbereich tätig war, gipfelte sein musikalisches Engagement in der Gründung der Postmusik Imst, deren Entwicklung er und seine Freunde mit viel Umsicht und Zielstrebigkeit aufbauten.

Sein musikalisches Herz schlug in dieser Zeit am stärksten. Auch in der Freizeit war er gerne mit seiner Ziehharmonika unterwegs und öffnete vielen das Herz bei Familienfesten oder Pensionistentreffen.

Für den Verstorbenen waren „Ehrenamtlichkeit und Nachbarschaftshilfe“ eine besondere Herausforderung, die er zeitlebens umsetzte.

Er wob Kilometer von Teppichen und Vorhänge, vielen Häuslbauern schmückte er damit deren Haus. Sein 2. Lebensmotte war „Schaffe, schaffe, Häuslbauen“ .

Nach seiner Pensionierung war er noch einige Jahre als Weblehrer an der Lehranstalt Imst tätig.

1993 heiratete er Barbara aus Pfunds. Bis zu seiner Erkrankung 2006, die ihn bis zum Ende seines Lebens müde machte, war die Ziehharmonika seine „zusätzliche Liebe“, mit der er vielen Menschen die Geburtstage, Vereinsfeste und Zusammenkünfte aller Art musikalisch verschönerte. Daneben galt seine Aufmerksamkeit der „Großfamilie“ ; 7 Enkel und 9 Urenkel waren bereits dazugekommen.

Der 3. Leitspruch unseres Hubert war „Imscht isch meine Heimat“.

Seit 2008 wurde er bis zu seinem Ableben  vom Pflegepersonal im Altersheim in Ried im Oberinntal liebevoll gepflegt. Viele Rückmeldungen des Pflegepersonals lauteten „Wir haben den Hubert gesehen und sofort ins Herz geschlossen; er lächelte immer so verschmitzt, den konnte man eigentlich nur mögen“.

 

ANMERKUNG von Sohn Gottfried Mair (2015): Mein Vater war autoritär, Abweichungen vom vorgeschriebenen Verhalten duldete er kaum, Aussagen wie „es ist zu deinem Besten“ gehörten zu seinem Denken und Handeln. Lieber Leser, sie kennen sicher das Zitat des englischen Dichters Edward Young (18.Jhd), der sagte „Wir werden als Originale geboren und sterben als Kopien“. Mein Bestreben authentisch, eigenständig und autonom zu leben, ohne Schuldgefühle und ohne Unterwerfung war sehr schwer, brachte viele Schmerzen. Es soll hinzugefügt werden, dass dieses Ziel „Eigenes zu erkennen, Selbstständigkeit“ auch von der Masse der Gesellschaft nicht toleriert wurde. Es entsteht auch hier Ohnmacht, Verleugnung und Ausbeutung des Individuums. Es ist ein ständiger Kampf – der sich aber lohnt: Durch die LIEBE.

 

The life of the deceased Hubert Mair:

The deceased Hubert Mair is born in 1928 as the youngest of 7 children in St. Lorenzen near Bruneck in South Tyrol. His parents were Gottfried Mair (farmer from Gais No 31, South Tyrol) and Anna Mair born scoop (from Stelvio in South Tyrol). His childhood there was hard and marked by little understanding and hard work on the farm.

1940, at age 12, his family moved with him to St. Jakob from Defreggental. At the age of 19 he is alone to Imst drawn with a backpack, in which all his belongings was to complete a Weber training at the Agricultural educational establishment here. As a master weaver at Tiroler Heimatwerk he married emerged with 24 years Resi Carnival (from Nikolsdorf in East Tyrol), from whose marriage the two sons Herbert and Gottfried. Resi was a pupil at the school in Imst Housekeeping.

The family lived at first in the Imst upper town and the time of „making music“ for Hubert began. He took private lessons for his instrument, which he concluded his life very into his heart. It was the „Bass“. For 47 years he was an avid bass player in the city music Imst. Who knew Hubert felt that he was married to the music, he helped with enthusiasm from many other bands. So he won the nickname „The district Bassist“. Since he was working full at the post office in the Telegraph area, culminated his musical involvement in the founding of Postmusik Imst whose development constructions he and his friends with a lot of prudence and determination.

His musical heart beat most in this period. In his free time he was happy with his accordion on the road and opened the hearts of many at family celebrations or meetings pensioners.
For the deceased were „volunteerism and mutual aid“ a particular challenge, which he implemented his life.
He wove kilometers of carpets and curtains, many Häuslbauern he decorated so that their house. His second life Motte was „Create, manage, Häuslbauen“.

After his retirement he was still several years as Weblehrer at the School Imst. In 1993, he married Barbara from Pfunds. Until his illness in 2006, which made him tired by the end of his life, was the accordion his „extra love“ with which he birthdays, club parties and gatherings of all kinds embellished many people musically. In addition, his attention was the „extended family“; 7 grandchildren and great-grandchildren 9 Been to come.

The motto of our 3rd Hubert was „Imscht ish my home“. Since 2008 he has been up to his death from the caregivers in the nursing home in Ried im Oberinntal lovingly cared for. Much of the feedback of the nursing staff were „We have seen the Hubert and immediately fallen in love; He smiled ever so slyly, you could actually just like „.

 

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